#008 Mission Impossible

Mein Mann sagt, ich bin eine Ideenmaschine – der Begriff ist wenig schmeichelhaft aber er hat ja auch Maschinenbau und nicht Poesie studiert. Es stimmt, ich habe viele Ideen und meistens fällt mir zu jedem Problem etwas ein. Outside-the-Box-Denken ist eines meiner Talente und hilft mir enorm als Coach und Beraterin, um zu schnellen und anderen Lösungen zu kommen. 

Allerdings ist es auch so, dass ich von Zeit zu Zeit von Ideen so begeistert bin, dass ich diese am liebsten sofort in eine Geschäftsidee umsetzen möchte. Vor meinem geistigen Auge sehe ich schon Firmenschilder und weiß, wie ich das Marketing mache. Voller Euphorie kann ich es kaum abwarten, am Abend mit meinem Schatzi zusammenzusitzen und ihm davon zu erzählen. Du ahnst schon, was passiert? Richtig. Statt in Begeisterung auszubrechen und Heureka zu rufen, kommt ein langes „Mmhm“. 

Stelle Dir jetzt einen prallen Ballon vor, der angepiekst wird aber nicht platzt, sondern langsam, ganz langsam „Pffffffffff“ an Luft verliert. Genau so ist mein Gefühl in diesen Momenten – ich nenne es gerne mein „Pffffffffff-Gefühl“. Der Glanz der neuen Idee ist futsch.

Eines der größten Hindernisse, um Träume in die Tat umzusetzen, sind unsere Erwartungen und Erinnerungen an verletzender Kritik. Das liegt in der Natur der Dinge, denn wir wollen Bestätigung und keine Kritik. In Momenten, wo unser Gegenüber nicht auch in Begeisterung ausbricht, überdenken wir das Ganze noch mal und hinterfragen, ob die Idee wirklich so gut ist,. Vielleicht legen wir sie beiseite. Manchmal schlummern sie dort ein wenig vor sich hin und kommen zu einem anderen Zeitpunkt noch einmal ans Licht, manchmal werden sie auch begraben.

Als Coach und Mentorin habe ich immer wieder mit Menschen zu tun, die viele Träume nie ausgelebt haben, manchmal noch nicht einmal jemanden mitgeteilt haben. Angst sich zu blamieren, beurteilt und verurteilt zu werden, die Angst zu versagen und das Gefühl nicht gut genug zu sein sind meist die Hauptgründe. Viele haben wenig Ermutigung in ihrem bisherigen Leben erfahren, die es braucht, um seine eigene Stärke zu kennen und sich selbst zu vertrauen. Haben wir das nicht, gehen wir leicht den „Profi-Kritikern“ auf den Leim.

Heute gebe ich Dir ein paar Tips mit auf dem Weg, wie Du Kritiker unterscheiden kannst und wie es Dir leichter fallen wird, mit Ihnen umzugehen.

Ich glaube ja, dass es Menschen gibt, die der Spezies „Chronischer Bedenkenträger“ angehören. Sie fühlen sich allein dadurch aufgefordert, weil du positiv aufgeregt und begeistert bist. Diese Form der Kritiker will einfach nicht begeistert sein, nur weil du begeistert bist. Das hat nichts aber auch gar nichts mit der Qualität deiner Idee zu tun. Vielleicht hast Du sie in einer bestimmten Stimmung überfallen, als du mit Freude deine Idee präsentiert hast. Vielleicht hatten sie einen schlechten Tag, wenig geschlafen, das Auto ist kaputt usw. Oder es kann Eifersucht sein, weil sie dich so sehen, wie du dich selbst nie siehst.

Interessant ist, dass diese Bedenkenträger kein spezielles Fachwissen oder fundierte Argumente benötigen, um effektiv wirken zu können und das „Pffffffff“-Gefühl zu erzeugen. Sie sind oft erfolgreich, weil sie einen Punkt in uns triggern, der bestätigt, was unser innerer Kritiker längst gesagt hat. „Das schaffst Du eh nicht“. Gerade, als wir ihn überwunden hatten und uns mit der Idee in die Welt trauten, kommt dieser Profi-Bedenkenträger, der uns klein und „normal“ halten möchte. Häufig kommen diese Personen  mit einer freundlichen Maske und sagen Sätze wie: „Ich will dir doch nur helfen“ oder „Es ist ja nur zu deinem Besten“ . 

Kennst Du so ein Exemplar?

Aber nicht alle Kritiker sind schlecht! Konstruktive Kritiker sind ein Schatz, so wie mein Mann! 

Diese Sorte hört aufrichtig zu, gibt Tipps, weist wohlwollend auf Fehler hin und erklärt, warum es Einwände gibt und wie eine Lösungen aussehen kann. Wenn Du so jemanden kennst, dann pflege den Kontakt. Diese Art Kritiker, zu denen das Wort gar nicht so recht passt, sind in wahrsten Wortsinn unbezahlbar. Sie ersparen dir jede Menge Zeit und Geld und helfen dir mit ihren Vorschlägen besser zu werden. Ihr Ziel ist es, dich gewinnen zu sehen, so wie ein guter Mentor, eine gute Mentorin.

Ich habe erstmals in meinem Portfolio ein Mentoringprogramm und freue mich schon auf die Zusammenarbeit. Im Mentoring bringe ich Coaching, Beratung, persönliches Netzwerk und Erfahrung ein – einfach alles, was ich geben kann, um den Weg von der Idee zur Umsetzung zu begleiten. Und, was noch schöner als die Bezahlung ist, ist der Erfolg des Mentees. 

Ich wünsche dir, dass du deine Ideen bewahrst und sie den Menschen anvertraust, die es gut mit Dir meinen. Erkenne die „Putdown-Artists“, wie meine amerikanische Coaching-Kollegin die Bedenkenträger nennt und zeige ihnen, dass deine Idee es wert ist, weitergedacht zu werden. 

Übrigens alle Idee, die ich nicht realisiere, die aber in meinem Kopf herumspuken, kommen in mein „Brain-Candy-Book“. So gehen sie nicht verloren und wann immer mir danach ist, schreibe ich mal an der einen oder der anderen Idee weiter. Manche Ideen müssen vielleicht noch reifen, wie ein guter Rotwein. 

Möchtest Du meine ultimativen Tipps, damit Kritiker, chronische Bedenkenträger und Put Down Artists bei dir auf einer „Mission Impossible“ sind? Dann schaue im Blog Menü unter #008 Bonus – dort sind meine sieben ultimativen Tipps.

In diesem Sinne

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XoXo Nicole

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